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Junior Trader stirbt mit 25 Jahren – und in der Bankenbranche wächst die Angst vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Im vergangenen Jahr waren in der gesamten Finanzbranche 47.500 Menschen im Front Office tätig – so die Angaben des Marktforschungsunternehmens Coalition Greenwich. Nun sind in den letzten Wochen zwei Beschäftigte verstorben. Das ist tragisch, jedoch kein Hinweis auf einen generellen neuen Trend. 

Leo LukenasAssociate im FIG-Geschäft bei Bank of America, war laut Gerichtsmedizin an einem „akuten Koronararterienthrombus“ verstorben. Adnan Deumic, Junior-Kredithändler bei Bank of America, ist letzten Donnerstag während eines Fußballspiels am Arbeitsplatz gestorben. Wegen der beiden Todesfälle steht der Gesundheitszustand von jungen Angestellten in der Finanzbranche nun wieder stärker im Fokus. 

Warum Adam Deumic ums Leben gekommen ist, ist noch nicht bekannt – vermutet wird ein Herzstillstand. Noch am Unfallort war eine Wiederbelebung versucht worden. Bank of America drückte erneut ihr Bedauern aus: „Der Tod unseres Teamkollegen ist eine Tragödie und wir sind geschockt über den plötzlichen Verlust eines beliebten, jungen Kollegen“, erklärte das Unternehmen gegenüber Bloomberg

Dass Banker:innen unter Herzproblemen leiden, ist nicht neu. 2018 war Gavin McDonald, Head of M&A bei Morgan Stanley in London, im Alter von 47 Jahren an einem Freitagabend an seinem Schreibtisch in Canary Wharf gestorben. Im Jahr 2022 starb bei Vontobel ein Trader mitten am Arbeitstag auf dem Trading Floor. 

Bei fast 50.000 Angestellten sind Tragödien dieser Art leider unvermeidbar. Es wird aber auch vermutet, dass der Stress und die vielen Überstunden im Bankwesen die Lage verschlimmern. Hank Medina, der den Instagram-Account Litquidity betreibt, berichtete im Gespräch mit der New York Post, er habe in seinen Banking-Zeiten als Angestellter bei Jefferies „monatelang unter Brustschmerzen und Herzrhythmusstörungen“ gelitten, sodass ihm ein Herzmonitor eingesetzt werden musste. Andere junge Banker berichteten der Zeitschrift, dass Herzmonitore relativ häufig zum Einsatz kämen. „Das Adrenalin in diesem Job war unerträglich“, sagte Medina.

Vor sechs Jahren hatte Business Insider sich angeschaut, wie häufig es bei jungen Angestellten im Banking zu Herzinfarkten kommt. Eine junge Frau, die oft bis 4 Uhr morgens arbeitete, hatte damals berichtet, dass sie in vier Jahren dreimal im Krankenhaus war und eine Halsentzündung zu einer eine infektiösen Endokarditis verschleppt habe. Ein Kardiologe erklärte damals gegenüber Business Insider, dass er bei Banker:innen unter 30 Jahren 10 Prozent mehr Herzinfarkte beobachtet habe. Von den Menschen, die er in dieser Altersgruppe behandele, sei einer von 10 im Finanzwesen tätig.

2018 stellte Business Insider fest, dass junge Menschen im Banking vor allem unter zwei spezifischen Herzproblemen leiden: Myokarditis, was häufig oft mit einem geschwächten Immunsystem einhergeht, infolge von Müdigkeit und ungesunder Lebensweise, sowie Herzrhythmusstörungen, die auf „Angespanntheit und den Konsum von Drogen“ zurückzuführen sind.

Sechs Jahre später hat sich nichts geändert. Wer Sorge hat um seine Herzgesundheit, sollte sich ärztlich untersuchen lassen, eine Auszeit nehmen oder sich vielleicht auch komplett aus der Branche verabschieden. Zwei Todesfälle innerhalb von zwei Wochen sollten uns daran erinnern, dass der Tod auch junge und gesunde Menschen treffen kann. Sich zu Tode zu arbeiten, ist es nicht wert.

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz

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